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Sehtraining/Visualtraining Das Visualtraining geht auf Dr. A. M. Skeffington (amerikanischer Optometrist) zurück, der Sehen als einen Prozess und immerwährenden Lernvorgang sieht. Da jede Form von Sehproblem demnach eine Störung im individuellen Lernprozess wäre, gelte es, den Lernprozess zu verändern. Bei Visualtraining geht es nicht um Muskeltraining, sondern um Verbesserung von Informationsaufnahme und allgemeinen visuellen Komfort. Die Voruntersuchung Zunächst müssen krankhafte Veränderungen der Augen ausgeschlossen werden. Nach der ophthalmoskopischen Betrachtung des Augenhintergrundes wird das Sehvermögen für Ferne und Nähe getestet. Es kommen folglich erst die fundierte Refraktionsbestimmung (Augenglasbestimmung), dann die Brillenverordnung und eventuell danach die Empfehlung für Visualtraining. Das Visualtraining Das Visualtraining wird in der Regel ½ Jahr lang durchgeführt und umfasst:
Nachdem eine Analyse des Sehens stattgefunden hat, werden in 4 Kategorien Übungen angeboten: 1. Training der Augenbewegungen Zunächst Beobachtung von Händen, Bällen oder beliebigen anderen Objekten in einer fließenden Bewegung. Später Übung von sprunghaften Augenbewegungen. Varianten sind möglich durch Veränderung der Sprung-Entfernung oder durch Vorhalten von Plus-, Minus- oder Prismengläsern. Zum „Scanning“ gehört z. B. die Aufgabe, in einem Text alle Buchstaben „O“ farbig zu markieren. Dies spricht eine höhere neurologische Ebene an, da die Bewusstheit bei der Ausführung der Aufgabe gefordert ist. 2. Training der Vergenzen
3.
Training der Akkomodation
Bei Myopie werden Flexibilität, Entspannung und Unterdrückung geübt, bei Hyperopie nur Flexibilität und Stimulation. Bei hohen Sehanforderungen werden alle Bereiche trainiert. 4.
Wahrnehmungs-Training
Um zu testen, wie die räumliche Information zentral verarbeitet wird, gibt es den Test mit dem „van Orden Stern“ im Biopter. Aufgabe ist, mit je einem Bleistift in der rechten und linken Hand vorgegebene Punkte zu verbinden, so dass die Figur einen Stern ergibt. Das rechte Auge sieht nur die Aktion der rechten Hand, das linke Auge die der linken Hand. Die Zeichnungen lassen sich danach auswerten, wie die räumliche Informationsverarbeitung strukturiert und organisiert ist. Während der Zeit des Visualtrainings lassen sich mit diesem Test Fortschritte dokumentieren. Weitere Informationen Literatur: Almut Tamke “Visual-Training". Information
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